Interview mit den Rogers am 06.04.2019 in Dortmund im FZW

Rogers Fzw Dortmund 2019

Interview mit den Rogers am 06.04.2019 in Dortmund im FZW

Am Samstag den 06.04.2019 hatten wir die Chance, Chri von den Rogers vor dem Konzert in Dortmund ein paar Fragen zum Tourleben zu stellen. Also haben wir uns mit ihm zusammen an einen schönen Tisch gesetzt und mal etwas über das Zusammenleben auf engstem Raum unterhalten.

Jeder weiß wie es ist, mit Freunden in den Urlaub zu fahren und dass auf kleinem Raum schnell mal Reibung entsteht. Anders ist es nicht, wenn Bands sich ins Studio zurückziehen oder, noch schlimmer, in einem kleinen Bus, mit dem sie dann vier Wochen am Stück quer durch Deutschland fahren.

Um Konflikte vorzubeugen sollte man sich Freiraum und Zeit zum zurückziehen geben. So fasste Chri für uns zusammen, “jeder hat mal einen schlechten Tag und ist dünnhäutig, aber wir kennen uns nun schon so lange, dass man weiß wann der andere etwas Ruhe braucht”.

Auf so engem Raum darf “frische Luft” nie fehlen erzählt uns Jan, der die Band im Merch und vielem mehr unterstützt, und damit ist das “Große Geschäft” im Bus verboten. Aber zum pinkeln bleibt ganz familiär auch mal die Tür auf, um sich zu unterhalten.

Rogers Im Fzw 2019

Wir wollten wissen, zu welchen Gelegenheiten die Band sich im Bus wieder zusammenfindet. Hier wurde schlagfertig geantwortet, dass spätestens wenn der Bus abfährt alle wieder da sein sollten. “Die Abfahrtszeit ist das was uns immer wieder zusammenbringt.”

Ein großes Konfliktpotential bietet meistens auch Müll und das unterschiedliche Sauberkeitsempfinden. Wir wollten wissen “aufräumen oder aufräumen lassen?”

Hier lautet die Antwort, dass jeder darauf achten sollte, dass er seinen Dreck auch wieder aufräumt, eine gewisse Sensibilität sollte man mitbringen. Grade im Backstagebereich ist es zum Trend geworden, seine Tasche da zu parken wo man den Platz am meisten gebrauchen kann. Ähnlich wie Handtücher auf den Liegen im Urlaub.

Als nächstes wollten wir wissen wie das Schlafen im Bus so läuft, es wurde erklärt, dass der Bus sehr komfortabel ist und man nach den Konzerten schon ziemlich kaputt ist. Meist schläft man dann ziemlich fest, sodass schlafen kein Problem ist. Außer der Bus muss rückwärts durch den Kiez manövrieren und fährt sich dabei auch noch fest, wie nach dem Konzert im Grünspan geschehen.

Um ein bisschen mehr über das Tour- und Konzertleben zu erfahren, haben wir Chri gefragt ob es Motivations-Rituale vor dem Konzert gibt. Er antwortete, “Meine Jungs bekommen von mir ein Küsschen vor dem Konzert, das ist mir wichtig. Ansonsten haben wir da keine Rituale.” Wir finden das einfach super und sind immer für mehr Liebe im Alltag.

Dann stellten wir ihm die Frage, wie ein Konzert so endet, da wir selbst öfter auch schon mal feucht fröhliche Abende nach den Konzerten erlebt haben. Hier erklärte Chri, “Nach dem Konzert sucht jeder erstmal seine Ruhe, da es immer ein emotionaler Moment ist, den jeder für sich genießt. Doch man kommt auch mal auf ein Bier zusammen und unterhält sich, bis man dann erschöpft schlafen geht. Hier wird aber keine explizite Besprechung über das Konzert gemacht.

Und da eine eigene Tour eine große Verantwortung der Band und dem Team gegenüber mit sich bringt, wird bewusst etwas weniger getrunken. Aber wenn der Moment kommt in dem man sich wegschießen will, dann haben die Leute halt Pech gehabt.” Wir sehen das als eine Ankündigung für eine umwerfende Bühnenshow und sind darauf sehr gespannt.

 

Ebenfalls haben wir uns es nicht nehmen lassen nach dem Song “L'Amour Toujour” von der aktuellen Sea Shepherd Deutschland Compilation zu fragen und haben leider keine feste Zusage bekommen, dass er gespielt wird. Da viele neue Songs gespielt werden und somit am Anfang der Tour weniger Routine besteht, ist es schwierig einen ungeübte Song wie “L'Amour Toujour” unterzubringen.

Zum Abschluss wollten wir noch wissen, wie die Rogers auf Marathonmann und Engst als Support gekommen sind. Die Antwort: “Wir kennen die Jungs schon länger und haben uns überlegt wer musikalisch und auch menschlich gut zu uns passen würde, da man schon viel Zeit miteinander verbringt.”, lag nahe und stellte uns zufrieden. Wenn man vier Wochen miteinander reist, sollte man sich gut überlegen wenn man sich ins Haus holt.

Am Ende lässt sich sagen, dass die Rogers eine sympathische und junge Band sind, von der man noch viel erwarten kann. Wir durften so mal ein Blick hinter die Fassade der Düsseldorfer werfen und haben einen sehr positiven Einblick bekommen. Das Konzert im Anschluss war übrigens ein wunderbares, energiegeladenes Erlebnis und bleibt in Erinnerung.

Danke an Die Rogers insbesondere Chri und auch ein großes Danke an Mathias.

Macht euch noch eine schöne Tour.

 

Reinhören lohnt sich!

Cheers, Nach Vorne Musik Blog.

 

 

 

 

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